„Ein positives Zeichen für den ländlichen Raum“

Die heimischen Landtagsabgeordneten Knut John und Karina Fissmann zeigten sich sichtlich überrascht über die positive Nachricht, dass die Generalzolldirektion die ehemalige Alheimer Kaserne in Rotenburg nun doch als potentiellen Standort für die hessische Zollschule in Erwägung ziehen könnte – Experten werden sich Mitte Mai die Kaserne anschauen. „Das ist ein positives Zeichen für den ländlichen Raum. Dafür, dass sich die Behörden auf dem Land und nicht ausschließlich in den Metropolregionen ansiedeln, setzen wir uns vehement in Wiesbaden ein“, so Karina Fissmann, die auch dem SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Roth für seinen jahrelangen Einsatz für die frühere Kaserne dankte. Er hatte sich unter anderem bei Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) für den Standort eingesetzt. Sie hoffe, dass die Mitglieder der einberufenen Tasc-Force nach Eignungsprüfung ein Votum für den Standort in Rotenburg abgeben und sich zukünftig dort das Aus- und Fortbildungszentrum der Zollverwaltung  ansiedeln wird. „Wir brauchen qualifizierte Arbeitsplätze, um junge Familien vor Ort zu halten – das ist ein Zeichen in die richtige Richtung“, merkte John an, der den ländlichen Raum weiterhin stärken und Ballungsräume entlasten möchte. „Das Land muss nach wie vor als Arbeitgeber in die Pflicht genommen werden, damit sich die Behörden auf dem Land ansiedeln“, so John. Er wies auf die Entscheidung des hessischen Finanzministeriums hin, die in Eschwege die Bewertungsstelle zur Ermittlung der Grundsteuer-Einheitswerte für mehrere nordhessische Finanzämter zentralisieren möchte. „Hierdurch entstehen weitere 40, vielleicht sogar 50 neue Arbeitsplätze“, freut sich der SPD-Landtagsabgeordnete.

Vergangenes Jahr hatte sich das hessische Justizministerium für den Standort Eschwege als zentrale Anlaufstelle für den Erstkontakt mit den Justizbehörden für das gesamte Bundesland ausgesprochen. Seit September ist der sogenannte Digitale Service Point im Amtsgericht Eschwege ansässig. „Die Entwicklung für den ländlichen Raum gestaltet sich derzeit durchaus positiv und zeigt, dass unsere Forderungen ernst genommen werden“, so Fissmann, die nun hofft, dass man sich nach der Prüfung durch die Experten auch für die Ex-Kaserne als Zollschule ausspricht.