„Land Hessen muss Zusage für Förderung geben!“

Adam von Trott Stiftung
(v.li) SPD-Landtagsfraktionsvorsitzender Günter Rudolph, Sarah Reinke (geschäftsführende Studienleiterin), SPD-Landtagsabgeordnete Karina Fissmann und der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll kamen in der Stiftung Adam von Trott in Imshausen zusammen, um über die aktuelle Situation der Stiftung zu sprechen.

SPD-Landtagsabgeordnete Karina Fissmann und Erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll besuchten gemeinsam mit dem SPD-Landtagsfraktionsvorsitzenden Günter Rudolph die Stiftung Adam von Trott

Bebra-Imshausen. Zu einem informativen Austausch kamen die SPD-Landtagsabgeordnete Karina Fissmann und der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll mit dem SPD-Landtagsfraktionsvorsitzenden Günter Rudolph zusammen, um sich ein Bild von der aktuellen Situation der Stiftung Adam von Trott in Imshausen zu machen. Im Fokus des Gespräches stand insbesondere die langfristige Finanzierung der historisch-politischen Bildungsarbeit in Imshausen. „In den Jahren 2020 und 2021 wurde die Stelle der geschäftsführenden Studienleiterin über die Hessische Landeszentrale für politische Bildung finanziert. Trotz intensiver Bemühungen hat die HLZ die Förderung 2022 jedoch beendet. Das bedeutet für uns, dass wir nicht wissen, wie wir unsere inhaltliche Arbeit fortsetzen sollen“, sagte Sarah Reinke, die diese Stelle derzeit begleitet. Eine kurzfristige Projektzusage für ein viermonatiges Projekt, sei zwar sehr freundlich, helfe jedoch nicht, die nachhaltige Stabilisierung der Bildungsarbeit des Vereins zu erreichen, führte sie fort. „Die Stiftung hat sich über die Jahre bewährt. Imshausen ist nicht nur ein Lernort, der zur politischen Verantwortung ermutigt. Er vereint all die Werte, die gerade in der jetzigen Zeit wichtiger sind denn je“, machte Fissmann deutlich. Daher seien nicht nur projektbezogene Förderungen notwendig, sondern auch die Sicherung von essentiellen Arbeitsplätzen durch eine langfristige Finanzierung wären unabdingbar, stellte Rudolph heraus.

„Die Stiftung Adam von Trott ist nicht irgendeine Institution. Es gibt in ganz Nordhessen nichts Vergleichbares. Und auch die Strahlkraft nach Thüringen ist groß“, weiß Noll.

Doch Nordhessen könne diesen attraktiven Lern- und Erinnerungsort nur aufrechterhalten, wenn man unter anderem in die Sanierung des Herrenhauses investiere. „Hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Der Bund stellt seine Zusage, das denkmalgeschützte Herrenhaus in Imshausen mit insgesamt fünf Millionen Euro zu sanieren, in Frage, wenn nicht die Bildungsarbeit über Landesmittel nachhaltig gefördert wird“, verdeutlichte Reinke.

„Diese Mittel müssen im Hessischen Haushalt verankert werden, damit die Arbeit des Vereins sichergestellt werden kann. Daher werden wir diese Förderung mit in unsere Haushaltsberatungen aufnehmen“, stellte Rudolph heraus. „Letztlich muss das Land Hessen eine Zusage geben. Aber dass institutionelle Förderung möglich und gewollt ist, zeigt das Land beispielsweise an der Bildungsstätte Anne Frank oder der Gedenkstätte Hadamar“, so Fissmann.